Dienstag, 14. September 2010

Zumba- zum Zweiten

Wieder pünktlich und mit angepassten Kleidung stand ich wieder links vorm Spiegel. Die anderen standen auch wieder da wo sie in der erste Runde waren. Schon hatten die Frauen unter sich ein Art kodex ausgetüffelt, dass die damalige Platz in der erste Lektion, nun unbedingt auch dieser der 2. Lektion zu sein scheint.
Ich freute mich so richtig aufs Schwitzen und abtrainieren von eine woche lang Arbeitsstress und Überzeit. Auf heisse Latino Musik. Doch die Instruktorin war jemanden anders. Zoe - und nicht Daniela - war begeistert von Africa und afrikaanse Tanzen. Dafür gab es weniger Aerobic und weniger Geschreie - aber auch- leider - weniger Schweiss...

Brave habe ich alles mitgemacht, und weil das Tempo um einiges tiefer war als bei der erste Instruktorin, ging es prima!

Einige Elementen aus Hip Hop, einige von Cumbia, Salsa und Calypso, dann noch ein paar wirklich bodenstampfende Zulus und alle sind begeistert.

Die Schuhe: wichtig ist das Schuhwerk, bei allen Tanzstylen, und darum habe ich meine leichteste Nikes angehabt. Laufschuhe sind schwer und man braucht irgendwie doch sehr viel Bewegung mit den Füssen... also am besten streetwear mit feine gerippten Sohle.

Hose: Jazzpants oder etwas ähnliches, hauptsache locker um den Beinen und fest angebunden am Hüften.

Top : ja, wirklich so wenig wie möglich, damit der Oberkörper so viel wie möglich Hitze freisetzen kann, ein Baumwolle Teeshee ist nach 5 Minuten Nass und bringt echt nicht viel, deshalb besser so ein sprinter top oder etwas derartiges.

Bin mal gespannt auf Lektion 3...

Dienstag, 7. September 2010

Zumba - Probelektion

Ein bisschen unwohl fühlte ich mich schon, so zwischen vollschlanke Damen mit High Tech Fabrikate am Körper... deshalb ging ich erst mal richtung Wand. Die Instruktorin schrie so richtig los, sie müsste ja schreien um über den Musik pegel zu gelangen. Zum Glück stand ich hinter ihr in der 2. Reihe, sonst hätte ich alle Spuck noch mitbekommen. Wir fingen an zu Marschieren, und ich merkte, yep, ds ist lange her.... seit ich fitness gemacht habe. Ich bewege mich sonst recht viel, aufs Tanzparkett, spazieren, zum rennen auf der Bus. Aber das hier würde alle Rekords brechen : es heisst Zumba, ist die neue Fitnesswelle und ich habe diese Platz hier aussen links an der Wand ergattert wegen meiner Freundin, die uns netterweise für eine Probelektion einschrieb.

Das Geschreie der Instruktorin ging weiter und ich versuche mehr oder weniger zu folgen, doch es ging schnell - oder ich zu langsam. Irgendwie waren wir nicht synchron...

Technik interessiert die meisten nicht, dachte ich also bündelte ich meine Kräfte und schlingerte halt den Arm halb hoch anstatt voll "und hoch, und Hoch, und Hoch". Jaja, ich komme schon....

Schweiss lief mich zwischen die Brüste, den Rücken war klatschnas, über meine Pospalte schweige ich... aber... Und das gehopse und getue ging weiter... Aber ich muss sagen, es macht spass. Auf heisse Latino Musik tanzen, ähm , fitnessten wir weiter. Mein Herz raste, mein Puls lag sicher bei 234,5 oder so... und mein Kops hatte keine normale Farbe mehr. Uf endlich Pause. Was? Ein Blick auf der Uhr zeigte, wir haben erst die erste 15 Minuten hinter uns... oh weiher....das kann ja heiter werden.

Langsam glich mein Kopf eine Stichflamme und der rest des Körpers brannte, aber wir hielten durch. Stolz!

Nach 50 Minuten gab ich mir geschlagen. Das Duschewasser war eine willkommene Begrüssung auf diesen geschundenen Körper, das glühte wie wild.

Und Überraschung : den Knopf der Jeans, der ging aber locker zu. Also das ist toll, da fühlt man sich nebst im Blutrausch auch noch leichter.

Haha! jetzt ist klar, weshalb alle so auf diese Fitnesswelle gehen!

Bin mal gespannt wie es weitergeht....

Montag, 16. August 2010

Wellness

Nach allen Strapazen von den Typen da, hatte ich echt eine Urlaub, ein Auszeit verdient und so ging's ab nach Tirol. Meine Kollegin und ich hatten speziell noch einige Behandlungen dazu bestellt und beim Einchecken wurde uns je eine Liste ausgehändigt. Das kann ja heiter werden. Und vor dort an, wurden Kleider zur Nebensache, Passports und Geld in Safe deponiert und schlüpfte ich in mein neues Ich, ein flauschige weisse Bademantel und ein Paar slippers. Alles andere war eh unbequem. Wir lagen herum wie 2 strandmuschel, 3 volle Tage lang. Wir gingen pflichtsbewusst zu jeder Behandlung. Wir wählten sinnliche Speisen aus. Wir tranken Quellwasser. Wir machten jeder Sportstunde mit. Wir redeten. Wir waren glücklich Frau zu sein, einfach zu sein. Zu sein. Wir analysierten Männer (vor allem der lezter Idiot meinerseits), wir analysierten uns selber (Test im Hefli), wir analysierten alles bis es nichts mehr zu analysieren gab und gaben uns einfach die Zeit, das gutes Essen, the relaxing part of life hin...

Gut, ein paar Bewegungen haben wir doch gemacht, zwei tolle Wanderungen. That's it.

Aah, tut das gut. Nichts ist schöner als wellness mit der beste freudin!

G-

Unterwegs nach dem Einkauf mit dem Velo (brauchte dringend noch ein Veloschloss) folgte mir einen weissen Wagen. Ich fand es komisch aber hey, die Strasse ist für alle da. Als der Wagen mir weiterhin folgte und vor meiner Nase zur Stillstand kam, krieg ich es echt mit der Angst zu tun. Nur ein Vollbrems meinerseits verhinderte einen Aufprall. Er kurbelte sein Fenster nach unten und verlangte eine Wegbeschreibung nach Seen. Nach Seen? Dann war er ja 8hmm, eigentlich nicht schlecht) aber wirklich falsch eingebogen. Und dann stieg er aus, schüttelte meine Hand und erklärte, dass er eigentlich schon weiss wo Seen liegt, aber er wollte unbedingt mein Telefonnummer. Aber Hallo? Ich blinzelte. Ich weiss wie ich aussehe und wie ich auf Mann wirke, aber das war leicht übertrieben. Ich meine, ich frage ja den Oktopus im Aquarium auch nicht wenn er mir das hier schnell unterschreiben kann.
Aber der "Giovanni" wirkte echt interessiert und ich (Doof) gab ihm meine Natelnummer (doppeldoof). Wer nicht wagt, nicht gewinnt. Vorsichtshalber speicherte ich auch seins.

Was nachher kam war reine Horror. Mädels, überprüfe jegliche charmante Herr, wie charmant und gutaussehend er auch sein mag, er will doch immer nur das gleiche!

Es gab ein Treffen. Und noch eins. Und dann wollte er für mich Kochen. Bei sich daheim. Aber er hatte kein daheim. Und er rief von seiner Grossmutter an. Natel verloren. Und er hatte auch kein Job. Und mir wurde immer schlechter. Und er wollte mit mir ins Bett. Das war deutlich. Bei mir. Und mir wurde nur noch grün ins gesicht.

So. Dann gab es den Abfuhr. Per sms. Feigling, ja ich weiss, aber ist mir egal. Solche Typen verdienen nichts besseres.

Aber es kam schlimmer, nach zahllosen sms (ich nahm telefon nicht ab) und underte versuche seinerseits, musste ich zu radikale Mitteln greifen und mit Polizei drohen.
Verbal. Face to face. Nach einer stunde kapierte er es.

Hat aber trotzdem noch versucht anzurufen, doch meine Freundin ging ran. Seitdem gibt's ruhe. Endlich.

Lange her

Seit mai nicht mehr geschrieben. Verdammt. Das ist nicht gut. Nicht das ich nichts zu erzählen habe, oder das ich nichts erlebe, sondern, ich habe es versäumt es mitzuteilen. Das muss sich nun ändern. Ich poste ein Giovanni-geschichte, ein Wellness Geschichte und diese Geschichte. Alles nacheinander. Ist okay, kann passieren, zwischen Doodle, Google, Facebook und andere Sachen kann schon etwas schiefgehen. Hey, wir sind alle nur elektronisches Spielzeug!

Vernetzt, spannend, und viel Arbeit. Ich könnte Stuuuunnnndddeeenn am PC verbringen, wenn ich alles, aber auch alles hinschreibe. Aber da draussen ist auch noch eine Welt. Eine schöne Welt, mit Enten im Bach (haben Junge - so herzig!) und die Sonne und Barbeque und Party und Ferien und ja, du weisst bescheid.
Melde mich!

Sonntag, 23. Mai 2010

Generation

Meine Eltern kommen. Sie kommen! Ich wirbele durch die Wohnung, putze wie wild, schütle da ein Kissen auf, lege da etwas richtig, räume auf, verstaue, putze, fege... und bin halbe K.O. um 3 h mittags. Ein sms bestätigt, was? wo sind sie bereits, ohoh und ich muss noch....

Warum machen wir uns diesen selbstauferlegten Stress, wenn wir auf Reisen gehen, wenn wir Besuch haben? Ich verstehe das nicht. Und für was? Die meisten Besucher, die finden es eh in Ordnung, wenn nicht alles so ordentlich und aufgeräumt ist, es wirkt "heimelicher". Oder auf Reisen, tja, was fehlt kann man sich um dem Globus herum meistens sehr gut besorgen. Oder man passt sich halt an.

Also, woher kommt diese übertriebenen Zwang nach Ordnung bevor die Besucher kommen.

Ich habe es meine Mutter gefragt. Sie war ja hier. Und wie ich hörte, hat sie genau die gleiche Sitte. Aha, hat es also mit Erziehung zu tun? Mag sein, aber ich erziehe meine Töchtern gleich (naja, doch mehr oder weniger, weil es 2 verschiedenen Menschen sind), aber sie sehen das gleiche zuhause, denn da gibt es meine Zwängen. Doch ich merke, während die eine noch so ordentlich ist, ist die andere ein pure Chaot, da fische ich nach Bananenschälen und leere Petflaschen auf's Büro neben ein Stapel Papier, Bücher überall und bei der andere : nichts, alles schön free desk...

Also muss ich meine Forschung weitertreiben und fragen : wie geht's Euch?

Sonntag, 2. Mai 2010

Moving

Rechts an der Wand lehnten 2 grosse Koffern mit ZIMTSTERN Schriftzug, und vor der Türe zur Terasse lagen Koffer, Täschen, Schuhe, Kleidern, Plastik Tüten. Leute drängten an uns vorbei, von der Vortür bis zum Terasse und grüssten. Wir standen alle drei in der Mitte einer modernen Wohnung in Zürich. Samstag, so rund 2 h mittags. Ich schwitzte jetzt schon. Dabei hatte ich gar noch nichts angefasst. Ich schaute sie an : was muss alles mit ? Zum Glück hatten wir 2 Landeier nachgedacht und waren nicht losgefahren ohne Wägeli, Migrostüten und Wäschekorbe Richtung modäne Welt. Eigentlich, was hatte ich erwartet? Okay, na dann mal los. Während wir drei den Wagen vollstauten mit Koffern, Sporttäsche,Boxen und co, kamen durch die Vortür noch mehr junge Yuppies und ebenso viele Koffern wieder herein. Was ein Durcheinander. Während diesen Umzug gab der Rest der WG ein Coming Home Party!
Auto voll, und ab die Post! Die erste Lieferung zum neuen Nest. Ich blieb bei den Yuppies und schaute mit alles mal so genauer an. Was auf den ersten Blik modän und modern schien, war beim näheren Betrachten doch schon ein bisschen weniger modän, luxuriös und Geldlästig. Im schlafzimmer ein Micasa Bett, daneben ein Ikea Regal und das Teppich von - heiliger Strohsack... Fly Etikette ? Aber das grosse Buddhabild, 2 auf 2 m, ds war nicht schlecht. Nebst Souvenirs der Reisen (didgeridoo, Lederkissen, Holzskulpturen) und teueres Hifi Equiptment lag eine Kaugummi Säckchen von M-Budget. Die finde ich auch fein.

Ich entdeckte auf meine Reise durch die Wohnung teuere After-shaves und Nivea Cremes, eine Kaputte Waschmaschine neben designer Klamotten - die dringend eine Wäsche brauchten - pfff- und Staub, eine Menge Staub. Yep. Das war deutlich ein Männer WG.

Als ich anschliessend hörte, dass er über Winter sein Motorrad im Wohnzimmer "parkiert" hatte, war das eine Bestätigung.

Ah was, Yuppie war mal, nun sind es DINKys (Double Income No Kids) und das merkt man dann schon - am Interieur zum Beispiel. Aber andererseits... Essen müssen die auch, und Abfall haben die auch...

So eine Wohnung ist immer ein Abenteuer. Jeder Möbelstück verrät etwas mehr über den Hausher, die Hausherrin. Anstatt ein Esstisch im Wohnzimmer, war ein Mischpult, Riesenboxen und ein sehr grosses Tisch mit 3 Bildschirme vorhanden. Der Hausherr erkläre : das ist sein geschäft. Aha. und Gäste? Naja : die waren ja alle draussen, auf der Terrasse, mit Schnaps und Gras und Co. Ja so. Sesselsecke? Fehlanzeige : 1 Maxi Couch. Man ist ja sowieso nie daheim.

Die 2. Runde fuhr ich mit nach dem neuen Zuhause. Dort angekommen, zuerst mal ein Rundschau: es war sehr sauber, klein aber fein und prompt kam schon der erste Nachbar vorbei :-) Ja, das könnte ein schönes Zuhause werden, ohne viel SchnickSchnack, ohne viel LetmeshowyouwhatIvegot-Dinge, sondern alltag.

Alltag ist in! Vergiss die Yuppies und Dinkys, sondern become a LOAS, a Lover of allday Stuff :-) Das ist in!

Mittwoch, 21. April 2010

Busfahrer

Okay, ich gebe es zu, ich bin wahrscheinlich geboren mit einem Auto in der Hand. Oder meine Eltern haben sich ganz doll geliebt in einem Auto. Oder vielleicht bin ich in einem früheren Leben Garagist gewesen?
Auf jeden Fall, ich fahre viel lieber mit meinem Auto zur Arbeit. Notabene 3 Bushaltestellen weiter? Bitte, bitte, an alle die jetzt empört ausrufen, ich weiss, ich sündige massiv gegen den Umwelt, ich weiss, es gibt Mobility und ich weiss, ein Auto + Umwelt passt nicht, aber andererseits habe ich... (Argumentation)

So werde ich dann Busfahrerin. Und es ist gar nicht mal so schlecht. Morgens nach dem Frühstück, 10 Minuten zu Fuss, dann nach knapp 3 Minuten am Häuschen/Haltestelle kommt der Bus bereits. Und 7 Minuten später bin ich bereits auf der Arbeit.

Ohrfeige mich. Ja ich weiss, ich verdiene es.

Was mir auffiel sind die Duften. In mein Auto schmeckts nach Autosessel, Dashboard, Leder, Dufttannenbäumchen, Parfum...
In der Natur schmeckt es nach Natur, und an der Bushaltestelle nach frischen Croissants (Beck in der Nähe) und Zigaretten, nach nasse Regenschirme und kleine Pfützen. Nach Sneakers und nach Kaugummi. Nach Rasierwasser und Hund.

In meinem Auto sitz ich alleine, also höchstens 2. Aber der Bus, da werde ich von links und rechts begrüsst durch Kollegen. On parle Français, und Englisch. Man grüsst, wird begrüsst und redet... Handys klingeln, Kopfhörer dröhnen, Haltestellen werden angesagt....

Irgendwie, gefällt mir das hier :-)

Ja. Das könnte ich nochmal machen.

Sonntag, 18. April 2010

Vulcano

Am Samstag schrieb ich meine Freundin per sms : these 2 last days were so shitty, I had to work till midnight to get people out of somewhere in Europe to Switzerland...
Nobody cares about environment...

Und das alles wegen ein bisschen Asche. Ich konnte mir beinahe ein Film zusammenreimen. 2 Herren in business-look, Krawatte schon lockerder, mit nichts anderes als Geschäftsunterlagen, Laptop und Blackberry und den obligatorischen trenchcoat. Kein Flug, keine Assistentin erreichbar, kein Zugbillet. Dann Mietauto, den ganzen Weg von LHR nach Dover. Die Fähre, ein paar grusselige Typen an Bord, den Mietauto nicht abgeschlossen, ein Klau. Dann Le Havre, Land in Sicht, Raub erst gemerkt wenn sie bereits an der Tanke standen, keine Bargeld und Amexco nicht gültig. F-Wörtchen in Überfluss... und noch 10 Stunden Autobahn vor sich! Jaaaaa, ich liebe es zu fantasieren und mich ganze Scenarien durch den Kopf gehen zu lassen. Zur guter Letzt streikt dann noch das Akku der Blackberry. Köstlich...

Wohlgemerkt, das passiert alles in meinen Kopf, in meine Fantasien. Aber ein quintchen Wahrheit steckt schon drin, sage aber nicht wo...

Hihihi....

Samstag, 3. April 2010

Ist nicht einfach

Sohnemann jammerte und zog an die Jacke seiner Mutter. Sie dirigierte ihm vorbei den Stand wie eine Thriatlonschimmerin im Long John unterwegs zum Velostand. Mit eiserem Gesicht und mit der Absicht, sich nicht vom Ziel ablenken zu lassen. Und er quengelte genusslich weiter...

Ich verlor beide aus dem Auge, rollte nach den 1. Stock bei einer grossen Buchhandlung, die heute - Samstag zwischen Karfreitag und Osternsonntag - offen hat. Alles hat offen in der Stadt. Ausser der Bibliothek. Und ich brauche Bücher. Keine Osterhasen.

Ich will, dass meine Kids lesen. Und weniger fernsehen. Und weniger am PC sind.

Aber ein Buchladen ist heutzutage kein Buchladen mehr, sondern ein Multimedia Geschäft, mit schön präsentierte Ware, mit Spielsachen, mit Osterhasen in Plüsch, mit Accessoires rundum ein Thema, ein Hype wie Twilight...Harry Potter.

Man verkauft nicht nur Bücher.

Als ich dann später wieder nach unten kam - meine Aerme beladen mit Bücher die zwischen CHF 3 und 12 kosteten (echte Schnäppchen sind im 4. Stock), sah ich den Jungen wieder. Und hörte wie seine Mutter sagte : bist du jetzt wirklich so enttäuscht von mir, dass ich dir das nicht kaufe?

Wie bitte?

Also doch keine Triathlonläuferin...

Dienstag, 2. März 2010

Repariert

"Und?" fragte ich schnell "siehst du etwas?. Vreni schaute auf vom Lavabo, ihr Mund voll mit Schaum und sie spuckte die letzten Resten Zahnpasta aus bevor sie erwiderte : "Häschesflicked?". Und sie spühlte ihren Zahnburst aus, bevor sie ihm sorgfältig wieder in dem Behalter einpackte. Wir standen im Damenklo, kurz nach der Mittagspause. Dann ist höhere Frequenz, die meisten putzen noch schnell die Zähne... sollte ich auch machen, es gab ja ein Kebab. Mit. Mit Zwiebeln, und scharf. Von dem Kebab Laden um die Ecke. Ich schaute sie an und hob den Arm hoch. "ja, es war ein grosses Loch, und dabei ist der Pulli ganz neu. Habe ich Samstag gekauft". "ja, dann häsch es flicken muesse, abe ich würd trotzdem öpis säge", fügte sie hinzu. "Kann ich nicht, sagte ich, der Pulli kommt von Konstanz. Ich fahre doch nicht wieder nach Konstanz für ein Loch? War übrigens nur Euro 19.95. Ein Schnäppchen." "Aber mit Loch" sagte sie grinzend und verstaute den Lipstick. "Sodeli, dann gömmer mal wieder". "Ja, sagte ich, muss auch noch" und verschwand hinter der Klotür. Und dann plagte es mir. Es war am Samstag so voll gewesen im Laden, und es gab viele Schnäppchen. Nun ja, es sind nur noch ein Paar Stunden, und dann ist Feierabend. Niemand merkt es, hat Vreni gesagt. Also dann, ich drückte die Spühltaste, ab ins Büro, mit geflickten Pulli...

Zum Glück hat Niemanden gesehen, wie ich ihm geflickt habe.... hatte nämlich kein Faden und Nadel im Büro. Im Vorbeigehen, nahm ich ihm liebevoll in der Hand : der gute alte Bostisch...

Und schön war ich wieder online...

Montag, 22. Februar 2010

Prak-Tisch

Was ist ein Prak-tisch? Hmmm... darüber müsste ich erst mal nachdenken? Definitiv ein Tisch, vielleicht falsch geschrieben? Muss es sein : Brak-Tisch mit B statt P?
Ich kenne brakliegende Weiden, die sind einfach nicht landwirtschaftlich unterhalten, also liegt da Erde, Zweigen, Steine und wächst kein Korn, kein Heu, oder so...
Also ein Brak-tisch wäre dann so etwas wie ein Tisch, wo nur Gegenstände darauf liegen, die nichts mit einander zu tun haben und die doch zu bearbeiten sind. Oder meint man ein Pack-Tisch. Das gibt's. Am Weihnachten, im Supermarkt. Wo buntes Papier und ebenso bunte Schleifen gratis auf dich warten. Um Geschenke zu verpacken, damit man es nicht mehr zu Hause erledigen muss und die Liebste so nicht raten kann, was im Päckli ist. Wenn ich kommen, gibt's meistens kein Papier mehr... Und Klebeband ist auch alle.

Ein Prak-Tisch, ein Tisch voller Gegenstände, die eine sinnvolle Bedeutung haben, wie zum Beispiel die Kleberolle, oder der Feinschäler, oder die Papierklemme. Oder Harrgummi, Wet-Gel und andere unversichtbare Sachen...Und alles bunt durcheinander, aber in übersichtlichten Form, schön geordnet nach Funktionalitäten. Nie mehr suchen, nie mal nie-mehr-finden und wo -ist-das-Zeug hin!

Gott, wie Praktisch!

Köder

Heute, 1720h, Es meldet sich am Telefon eine rauhe Frauenstimme mit unverkennbaren St Galler Dialekt. Sie bedankt mich, dass Ihre Firma so eine gute Kundin hat und genau für diese Kunden hat ihre Firma jetzt etwas, was ich sonst nicht im Laden finde, aber zuerst müsse sie ein paar statistische Fragen stellen. Ob ich die Firma kenne (Bin Kunde?), ob ich bereits etwas gekauft habe (Bin Kunde?). Ich atme langsam wieder aus, das kann ja heiter werden, aber es ist Montag, und ich habe sonst nichts zu tun als telefonieren. Was soll's ? Vielleicht muss ich es machen wie im Jim Carrey in der Jasager Film, einfach mal "offen" sein für etwas, also stehe ich gerne mal ein bisschen gerader und antworte geduldig auf ihren Fragen. Ob ich lismele ? Wie bitte. Nun im Hochdeutsch : ob ich stricken tue. Aha, verstanden, Nö, mit Stricken kenne ich mich nicht aus. Die erste Nein ins Profil, ich sehe es bereits vor mir. Wieviel Sekunden muss sie wohl reden, bis sie Geld verdient. Ich schüttele diese böse Gedanken von mir ab und höre weiter zu. Ob ich gerne koche? Ob ich gerne Gäste habe, denn für nur CHF 4.95 könnte sie mir Deko zusenden. Nö danke, verzichte, Deko von Ihre Firma gefällt mir nicht, im Katalog gross und im Shops/Reality winzig und überteuert. Ja, aber es ist wirklich ein Angebot, donnert sie weiter also verbeisse ich mich nochmals und höre die weitere 20 Sekunden an, Kinder habe ich ja (na klar, sie hatte meine Tochter am telefon, scharfsinnig!) . Sie könnte mich jede Monat für nur CHF 4.95 Bastebogen zusenden. Ich lache, das wäre ziemlich unklug, meine Töchtern sind Teenager..

Naja, ich höre formlich, wie ihr die Sachen abhanden kommen, ähm, gibt es dann echt nichts, was sie mir anbieten kann? Wie wäre es mit Lesen, für die gute Kundin den Brown ? Nö, Dan Brown habe ich bereits. Oder denn ein Kochbuch von Aldi und Lidl? Nö, danke, verzichte...

Sie holt aus, nun aber haspelt sie weiter und holt ihren letzten Trumpf aus den Aermel : eine Versicherung! Wie wäre es mit einer Versicherung.
Nun bin ich das Plaudern eindeutig satt, ich rede schnell auf sie ein : Sie, ich kenne mich bestens aus mit Versicherung, denn da arbeite ich, also wenn Sie fünf Minuten haben, dann kann ich Ihnen ein Angebot machen, da können Sie gar nicht nein sagen.

An die andere Seite, ist die Linie plötzlich tod...

Sonntag, 21. Februar 2010

Körperwelten, Puls 5 Zürich

Your mind does not want to know what you body wants to say so you better start...Also nach 2.5 Stunden hatten Stella und ich alles gründlich angeschaut, kommentiert und diskutiert und kamen zum selben Schluss : unser Körper ist eine fantastische Machine, eine Kombination von den besten Hersteller der Welt : in uns häust eine Chemiefabrik, eine Verarbeitungswerkstadt, ein Komputerhersteller, ein Uhrmacher, ein Prezisionsmesstechnikfirma, kilometer lange Leitungen im besten Material!

Und trotzdem gehen wir so verschwenderisch mit uns um, also ob es kein Morgen gäbe.

Die Plastiken selber, sind gut verständlich. Klar hatte ich ein bisschen Mühe, alles in Englisch zu übersetzen, aber zum Glück gibt es Französich, wobei den Sprung nach Englisch kleiner wird (Latein/Englisch - he wie geht das?). Beispiel gefällig : "L'estomac" in F, ist "the stomach" in E, hat aber nichts mit "Magen" in D gemein, ausser die Bedeutung. Und Adipositas lässt sich via F viel leichter erklären anstatt Fettleibigkeit, das deutsche Wort versuchen zu übersetzen in E.

Wie war das? Knorpel = cartilage (cartilage für den Franzosen). very simple, nicht?

Wir staunten, wir diskutierten, wir bewunderten unsere 7 m darm...Ist das alles in us?

Anschliessend gingen wir in einem indischen Bar, wo schöne Blumen und eine ebenso schönes Menü auf uns warteten. Schliesslich müssen wir die 7 m etwas zu tun geben.

Dance

Es war wieder so viel los, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht beim Tanzen? Ja, wäre sicher nicht schlecht. Am Montag schlecht geschlafen, wird es uns morgen gelingen, den ersten Clubabend durchzuführen? Und es kam wie es kam, trotz Pannen ( = CD Anlage liesst keine selbstgebrannte CD's), Pech (= Alle Tanzbegeistere Lehrer hatten nur Selbstgebrannte dabei) und Pleiten ( = die andere CD's waren ziemlich alt und hatten ab und zu Schluckauf), kam am Schluss jeder zu mir und sage, Hey, die Saal ist super! Musik kriegen wir schon hin! Danke fürs Organisieren, war echt toll!

Mir war schon um einiges leichter ums Herz...

Am nächsten Tag waren bereits einige Ideen von unserem Tanzclubfans mehr im Briefkasten.
Es funktioniert ! Juhui!

Montag, 15. Februar 2010

Ruhe im Haus

Es ist doch schon beruhigend, zu wissen, wenn alles ok ist, wenn alle in guten Händen sind, wenn es mein Nichte in Bilbao gut geht, wenn es meine Eltern gut geht. Das beruhigt. Und alles wird gut, sprach der weisse Mann und pflückte mit langen, schmalen fingern andachtig in seinem Bart.

(ich lese zur Zeit wieder Robin Hobb, deshalb die blumige Aussprache)

Ich hoffe, Morgen geht auch gut? Da bin ich mir noch nicht so sicher, die Empfangsdame hat bereits 2 x angerufen, um sich zu vergewissern, dass ich keine Konzertbestühlung wollte, nur ein Steh- Apéro. Und dar Hauswart rief an, ob er wirklich nicht bestühlen muss, nur Stehtische?

Beides Ja, und ich biss mir auf meine Zunge, um den Rest zu verschweigen. Den Rest? Ja. Grosses geheimniss. Bis Morgen. Dann nachher wird es Mittwoch. Und dann muss ich wahrscheinlich feiern oder weinen. Ich weiss es nicht. Schauen wir mal...

Sonntag, 14. Februar 2010

Wie Weiter?

Ich starte auf die Visitenkarte. Und dann nahm ich den Hörer und drückte die Nummer ein. Eine Frauenstimme meldete sich. Ja, sie könne schon die Tiere an sich nehmen, allerdings nur kastrierte Männchen. Ich erklärte ihr die Situation. Fühle mich immer noch miserabel. Aber es ging nicht anders.

Zuhause erklärte ich nochmals, diesmal meine Tochter

Und Freitagabend ins Kino meiner beste freundin, nochmals...
Es fühlte sich immer noch nicht leichter an. Am Samstag war es dann soweit. Wir kurvten in die Umgebung umeinander, alsob wir etwas hinauszögeren wollten. Aber irgendwann war es dann soweit.

Die Frau zeigte uns ihren Stall mit ca. 50 Meeris, alle putzmunter und glücklich. Ich stand da ein bisschen verloren zwischen alle Käfige und Gehege. Wollte auf Tapfer und Gross spielen, doch meine Tochter war die tapfere, sie war die Grosse. Sie hatte noch ein paar Fragen, aber das Los war bereits entschieden und so wanderten unsere Meeris in einem neuen Gehege mit neuen Freunden.

Im Auto fragte ich meine Tochter, ob sie bereits vergessen haben, wo sie waren? Sie dachte ja.

Artgerecht

Es war ein Schock. Zu hören dass wir nicht artgerecht Tiere halten. Und das nicht, weil die Behäusung nicht gut war, oder das Essen nicht stimmte, oder wir die Tiere mishandelten. Nein, die Tierärztin fand unsere beide Meeris süss, quietschfidel und ausser Milben war nix falsch an den Tieren auszusetzen, ausser...
Sie sind 3 Jahre alt. Und Männlich. Und unkastriert. Beide.
Das geht nicht. Kein Weibchen. Keine Spielchen.
Aber, konterte meine Tochter, es sind doch Brüder!
Geht nicht, sagte die Tierärztin resolut. Sie wissen das gar nicht mehr. Nun sind es nur noch Konkurrenten. Schwerfällig gingen wir heim. Unserem Gewissen donnerte uns 10 Pfund mehr auf den Rippen. Nicht "Artgerecht". Baf. Da lag das Wort auf den Untersuchungstisch. Wir sollten sie trennen und schleunigst Weibchen suchen und dann dürften die Meeris endlich ein glückliches Leben haben. Wir haben sie 3 Jahre lang den Spass verboten. Autsch...
Und, weil es bereits eine Überbevölkerung gibt, sollten wir sie auch noch kastrieren lassen.

Zuhause müsste ich mich erst mal setzen.